Stand der Dinge

Seit Ende 2016 wissen wir, dass Katie Epilepsie hat. Was am Anfang schwierig in der Gestaltung der täglichen Abläufe zu integrieren schien, hat sich seitdem zu Routine entwickelt. Nicht nur bei uns, auch Katie weiß mittlerweile ganz genau weshalb die Menschin nervt, wenn die bitter schmeckenden Futterstückchen nicht gefressen werden. Wie genau unsere Tagesabläufe aussehen und wie es Katie geht erfahrt ihr genau jetzt:

Die Dosis

Anfänglich bekam Katie alle zwölf Stunden 1/3 Tablette. Diese Dosis hat sich in der Zwischenzeit auf eine ganze Tablette erhöht. Die Anfälle wurden so heftig, dass sie sich dabei immer wieder selbst verletzte und uns abends eine blutverschmierte Katze an der Tür begrüßte.

Zudem lag die Anfallhäufigkeit zeitweise bei ziemlich genau alle vier Wochen. Immer Anfang des Monats war es soweit. Ich versuche schon lange einen Anfallkalender zu führen, allerdings verdrängt mein Kopf die Erstellung dieser Übersicht permanent.

Ihre Anfälle sind seit der Erhöhung auf eine Tablette alle zwölf Stunden wesentlich gemildert. Manchmal bekommen wir es selbst im Nachgang kaum mit und nur Urinspritzer auf dem Boden sorgen dafür, dass Höhlen, Kratzbaum und Co. auf mögliche Urinflecken abgesucht werden.

In diesem noch jungen Jahr hatte sie bereits zwei, wahrscheinlich jedoch eher drei Anfälle. Es gab eine Tag im Januar, an dem alle typischen Merkmale zu finden waren. Katie hatte extremen Hunger, es war Sabber und Urin auf dem Boden zu finden und Katie war ziemlich matt. Doch den Ausgangspunkt haben wir nie gefunden. Daher ist es eine Vermutung.

Planung ist alles

Durch die Tablettengabe alle zwölf Stunden ist jeder Tag vom Aufstehen bis hin zur nächtlichen Ruhe so ziemlich durchgeplant. Zumindest was die Morgen- und Abendstunden betrifft. Jeweils acht Uhr früh und 20 Uhr abends ist Fütterungs- sowie Tablettenzeit.

Spontan nach der Arbeit mir Freunden treffen bedarf einer tagelangen Planung im Vorfeld und früh ausschlafen ist zu einem Luxusgut geworden. Ganz gleich ob Urlaub, Wochenende oder krank: Pünktlich um acht muss sich die Tablette im Napf befinden und kurze Zeit später im günstigsten Fall in Katies Magen.

Die Tablette muss in die Katze

Wir kennen nun so gut wie sämtliche Tricks um Katie davon zu überzeugen, diese wahrscheinlich nicht sonderlich gut schmeckende Tablette zu sich zu nehmen. Dabei müssen wir allerdings ab und an variieren, da sie den jeweiligen Trick irgendwann durchschaut und sich total verweigert.

Wie genau wir das anstellen und was wir uns alles haben einfallen lassen, erfahrt ihr bald auf unserem Katzenblog Großstadtkatze. Ich gebe dann natürlich auch auf diesem Blog ein Zeichen.

Das war es an dieser Stelle jedoch nun erstmal und ihr seit bestens informiert über den Stand der Dinge.

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Als der Verdacht der Diagnose Epilepsie kam waren wir alle erstmal geschockt. Bei dem Versuch Informationen fernab der ärztlichen Diagnostik zu erhalten, kam ich schnell an die Grenzen, da geballt und auf den Punkt gebracht im Netz nicht sehr viel vorhanden ist. Aus diesem Grund gibt es Epilepsie-Katzen: Begleite uns dabei die Diagnose zu verbarbeiten und damit zu leben.
Posts published: 15

3 Kommentare

  1. Roswitha Varela sagt:

    Hallo,
    meine Katze Cleo ist vor 3 Wochen plötzlich vom Bett gefallen und lag krampfend auf dem Boden. Es war Sonntag früh um 1.30 Uhr und ich bin sofort in die Tierklinik gefahren. Es wurden allerhand Untersuchungen gemacht, aber an Epilepsie hat keiner gedacht. Genau zwei Wochen später lag sie nachts neben meinem Kissen und hatte wieder einen Krampfanfall. Cleo lag auf der Seite und hat mit den Pfoten gezuckt. Nach ca. 1 Minute war der Anfall vorüber und sie lief an alle Fressnäpfe und wollte fressen. Sie bekam dann Futter und am nächsten morgen sind wir zu unserem Haustierarzt.
    Es fiel das erste mal die Verdachts-Diagnose Epilepsie. Heute wurde Cleo Blut abgenommen um organische Leiden auszuschließen. Am Dienstag bekomme ich Bescheid. Die Tabletten Pexion 100 mg habe ich bereits mitbekommen.
    Irgendwie kann ich es nicht glauben und hoffe, dass sie die Tabletten nicht nehmen muss. Cleo ist 12 Jahre alt und hatte bisher keinerlei Anfälle. Da seit ca. 6 Monaten eine neue Katze in unserem kleinen Haushalt lebt, dachte ich, dass vielleicht auch Stress den Anfall ausgelöst haben könnte.
    Ich bin ratlos, weil ich auch überhaupt nicht weiss, wie ich ihr die Tabletten alle 12 Stunden eingeben soll? Cleo hat keinerlei bevorzugte Leckerlis und riecht jede Tablette schon von weitem. Zudem ist sie schnell reizbar und hackt dann auch noch gleich zu.
    Wer weiß Rat, wie ich die Tablette am besten füttere? Was ist, wenn der 12-Stunden-Rhythmus nicht eingehalten werden kann?
    Liebe Grüße

  2. Roswitha Varela sagt:

    Über hilfreiche Infos bin ich sehr dankbar.

  3. Petra sagt:

    Info: Roswitha und ich sind in Kontakt.

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