Der Anfang

Eines Tages früh morgens gab es einen Knall. Vorher hörten wir, wie Katie sich übergeben musste und danach quer durch das Wohnzimmer lief. Bis dahin dachten wir noch, da wir Ohren- und nicht Augenzeuge waren, dass beim Spiel mit Lilli eine der beiden die Kurve nicht bekommen hat und irgendwo dagegen rannte.

Doch so harmlos war es nicht. Da wir natürlich sofort nachsahen, was passiert war, fanden wir Katie krampfend auf dem Boden. Sie hatte Schaum vor dem Mäulchen und auf dem Boden befand sich Blut und Urin.

Es ging sofort zum Tierarzt

Mein Freund hielt sie fest, allerdings nicht stark, nur so sehr, dass sie sich nicht selbst verletzen konnte. Nachdem der Anfall vorbei war, wischte ich den Schaum ab und streichelte sie. Danach ging sie freiwillig in einen der Transportkörbe, die wir in der Zwischenzeit geholt hatten und brachten sie zu unserem Tierarzt.

Das Blut stammte übrigens von ihrer linken Hinterpfote: Sie hatte sich beim Aufprall gegen das Sideboard im Wohnzimmer eine Kralle herausgerissen.

Während mein Freund mit Katie beim Tierarzt war, wischte ich den Boden um Blut und Urin zu entfernen. Allein das zeigte, was auch immer passiert war, es muss wirklich heftig gewesen sein. Sie Blutspuren waren zwar klein, jedoch überall.

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Lilli blieb bei mir und so verbrachten wir die restliche Zeit, bis die beiden zurück kamen, mit Schmusen und Spielen.

Auch Lilli war von dem Geschehen sichtlich verwirrt. Immerhin war der Aufprall so stark, dass alle drei Schubläden, die per Druckknopf geöffnet werden, offen standen.

Es dauerte etwas, bis sie sich erholt hatte.

Da wir ein paar Tage zuvor umgezogen waren, gingen unser Tierarzt und wir davon aus, dass es sich um einen Unfall handelte. Das Stresslevel war zu diesem Zeitpunkt enorm. So ein Umzug muss erstmal verkraftet werdet. Dass es sich bei Katie Anfall um etwas ernsthafteres handelte, ahnten wir zu diesem Zeitpunkt nicht.

An Epilepsie dachte niemand

Bei unserem Tierarzt wurde Katies Pfote desinfiziert und sie bekam etwas zur Beruhigung des Magens. Lilli war von dem Tierarztgeruch jedoch gar nicht angetan und fauchte Katie, als alle wieder Zuhause waren, permanent an.

Am Ende des Tages, so dachten wir jedenfalls, war es dass Ende von unglücklichen Aneinanderreihungen verschiedenster Faktoren. Doch das war es nicht. Es war erst der Anfang.

Als der Verdacht der Diagnose Epilepsie kam waren wir alle erstmal geschockt. Bei dem Versuch Informationen fernab der ärztlichen Diagnostik zu erhalten, kam ich schnell an die Grenzen, da geballt und auf den Punkt gebracht im Netz nicht sehr viel vorhanden ist. Aus diesem Grund gibt es Epilepsie-Katzen: Begleite uns dabei die Diagnose zu verbarbeiten und damit zu leben.
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